MAP-Fleischschalen: OTR/WVTR-Spezifikationen + Dichtheitsprüfung (Mikroleckagen)

Veröffentlicht vonWANSYN

MAP-Fleisch- und Fischschalen: So spezifizieren Sie OTR/WVTR + Siegelintegrität (Mikroleckagen) – und wählen PET/CPP, PP/CPP oder PET/PE

  • Bei MAP (Verpackung unter modifizierter Atmosphäre) ist die Dichtigkeit der Versiegelung das wichtigste Qualitätskriterium – schon ein minimales Leck kann die Schutzatmosphäre und die Haltbarkeit schnell zerstören.

  • Barriere definieren als OTR/WVTR-Zielwerte + Testbedingungen (flaches Blech vs. geformte Schale), dann Validierung nach dem Thermoformen.

  • Die meisten „MAP-Fehler“ werden nicht allein durch „mangelhaftes Material“ verursacht. Sie entstehen durch Mikrolecks, ein instabiles Dichtungsfenster, Verunreinigungen/Falten und eine nicht übereinstimmende Schalenoberfläche im Vergleich zum Deckelsystem.

  • Laminierte Strukturen wie PET/CPP, PP/CPP und PET/PE ermöglichen die Abstimmung von Barrierewirkung, Dichtungsverhalten, Abziehbarkeit und Antibeschlagwirkung als ein System.


1) Warum MAP-Fächer im realen Einsatz versagen (selbst wenn das Blatt in Ordnung aussieht)

MAP-Schalen verlängern die Haltbarkeit durch Kontrolle des Gasmilieus in der Verpackung. Doch all diese Bemühungen sind vergebens, wenn die Verpackung undicht ist – eine beschädigte Versiegelung lässt Luft von außen eindringen und das Schutzgas entweichen. Deshalb räumen viele MAP-Qualitätskontrollprogramme der Dichtigkeit höchste Priorität ein, noch vor der Feinabstimmung der Barrierewerte.

Käufertipp: Bei verkürzter Haltbarkeit, Verfärbungen oder „unerwartetem Verderb“ sollten Sie nicht nur nach einer „höheren Sicherheitsbarriere“ fragen. Fragen Sie zuerst:

  • Haben wir Mikrolecks/Kanallecks?

  • Ist unser Dichtungsfenster (Temperatur/Druck/Zeit) über die Schichten hinweg stabil?

  • Verursachen Falten/Verunreinigungen unsichtbare Leckagepfade?

👉 Für Symptome → Ursachen → Überprüfungen an der Produktionslinie siehe: Fehlerbehebung bei der Versiegelung von Thermoformschalen (Kanalleckagen, Faltenbildung, Fadenbildung) .


2) Barriere-Spezifikationen, die tatsächlich funktionieren: OTR/WVTR auf die „brauchbare“ Weise definieren

OTR und WVTR sind wichtige Barrierekennwerte, die die Haltbarkeit und das Aussehen des Produkts beeinflussen.
Käufer verlieren jedoch oft Zeit, weil sie eine „hohe Barriere“ fordern, ohne die Testbedingungen anzugeben und zu klären, ob das Ziel für die geformte Schale gilt.

2.1 Was anzugeben ist (Minimum)

  1. OTR-Zielwert + Testbedingungen (Temperatur/relative Luftfeuchtigkeit)

  2. WVTR-Zielwert + Testbedingungen (Temperatur/relative Luftfeuchtigkeit)

  3. Auf flacher Platte oder geformter Schale messen?

    • Durch die tiefe Ausformung werden Ecken dünner, wodurch die effektive Barriere an den schwächsten Stellen verändert werden kann.

2.2 Ein praxisorientierter Stufenansatz (reduziert Überdimensionierung und Kosten)

Anstatt eine einzige „perfekte“ Zahl zu erraten, sollte die Barriere in Stufen definiert werden:

  • Standard : kurze Vertriebswege + schneller Umschlag

  • Verbesserte Eigenschaften : längere Kühlpräsentation / erhöhtes Handhabungsrisiko

  • Hohe Eintrittsbarriere : MAP-Projekte mit strengen Haltbarkeitsvorgaben

👉 Wenn Sie ein Supermarktprogramm (Fleisch/Fisch/Sushi) aufbauen und Barriere-, Antibeschlag-, Leichtabzieh- und Druckbeständigkeit benötigen, hilft Ihnen dieser Leitfaden bei der Definition der vollständigen Spezifikationen:
Supermarkt-Fleisch-, Fisch- und Sushi-Schalen: Barriere-, Antibeschlag-, leicht abziehbare und bedruckte Laminatfolien .


3) Dichtheit der Dichtungen (Mikrolecks): Was vor dem „Materialwechsel“ zu prüfen ist

3.1 Die häufigsten Ursachen für Mikroleckagen in MAP-Schalen

  • Kanalleckage durch Falten im Dichtungsbereich

  • Verunreinigungen (Eiweißsaft, Öl, Gewürzstaub) bilden Leckwege

  • Druckungleichmäßigkeit (Ebenheit des Dichtungskopfes / verschlissene Dichtungspads / unebene Druckplatte)

  • Unkontrolliertes Dichtungsfenster (Temperatur-/Druck-/Verweilzeitdrift)

  • Abweichung zwischen Siegelschicht/Oberfläche der Schale und Deckelfolie

3.2 Zwei schnelle Verbesserungen, die oft „neues Material“ übertreffen

  • Erstellen Sie eine kleine Dichtungsfenstermatrix (Temp × Druck × Verweilzeit) und fixieren Sie den stabilen Bereich.

  • Ergänzen Sie dies durch visuelle und routinemäßige Dichtigkeitsprüfungen zu Beginn jeder Schicht und nach jedem Schichtwechsel.

👉 Falls Ihr Projekt auch ein einfaches Öffnen erfordert, schreiben Sie nicht nur „Easy-Peel“ – geben Sie es an:
Leicht abziehbarer Deckel: Sichtfenster und gezieltes Aufreiß-/Abziehverhalten .

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4) Auswahl von PET/CPP vs. PP/CPP vs. PET/PE für MAP-Schalen (käuferfreundlich)

Nachfolgend finden Sie eine praktische Auswahllogik (die endgültige Auswahl muss in Ihrer Zeile validiert werden):

Option A – PET/CPP-laminierte Thermoformfolie

Einsatzmöglichkeit: wenn Sie eine ausgewogene Lösung benötigen: Transparenz + stabile Formgebung + optimierte Siegelfläche + optionaler Druck/Antibeschlag/Barriere.
Warum Käufer es wählen: Es bietet oft ein breiteres Verarbeitungsfenster, wenn sowohl Versiegelung als auch Aussehen kontrolliert werden müssen.

Option B – PP/CPP-laminierte Thermoformfolie

Einsatzmöglichkeiten: PP-basierte Systeme werden bevorzugt, wobei der Schwerpunkt auf Hitzebeständigkeit und robuster Handhabung liegt, während gleichzeitig das Dichtungsverhalten als System optimiert wird.

Option C – PET/PE-laminierte Thermoformfolie

Anwendung, wenn: Ihr Dichtungssystem PE-freundlich ist und Sie ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis bei gleichzeitiger Erfüllung der erforderlichen Barriere- und Dichtungsstabilität anstreben.

👉 Für Nachhaltigkeitsdiskussionen zum Thema „Monolaminat vs. Laminat“ und wie Marken Anforderungen formulieren, ist diese Referenz hilfreich:
Design für Recycling: Monomaterial vs. laminierte Thermoformplatten .


5) Checkliste für den erfolgreichen Einsatz der MAP-Schublade

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Für eine schnelle und präzise Empfehlung senden Sie bitte folgende Informationen vorab:

  • Produkt: Rindfleisch/Geflügel/Lachs/Garnelen / Fettgehalt / Flüssigkeitsabgabe

  • MAP-Gasgemisch (falls definiert) + angestrebte Haltbarkeitsdauer

  • Lagerung: 0–4 °C gekühlt oder gefroren (falls beides zutrifft, bitte beides angeben)

  • Tablettkonstruktion: Tiefe, Eckradius, Flanschbreite

  • Zielwert für die Barriereebene (Standard/Erweitert/Hoch) + Testbasis (flach vs. geformt)

  • Dichtungsverfahren + Ausrüstung + Dichtungskopftyp

  • Dichtungsziele: Definition von „keine Leckagen“ + Anforderung an den Abziehmodus (falls vorhanden)

  • Optional: Antibeschlagbeschichtung, leicht abziehbare Oberfläche, Bedruckung, Metallic-Optik


6) Kopierfertige Angebotsanfragevorlage

Kopieren/Einfügen und ausfüllen:

Anwendung: MAP-Fleisch-/Fischschale (gekühlt)
Produktdetails: __________ (Öl-/Flüssigkeitsstand: )
Zielhaltbarkeit: ___
Tage; Vertrieb: lokal / Export / Fernverkehr
Lagertemperatur: 0–4 °C (
Tage) / optionales Einfrieren ___ °C
Geometrie der Wanne: Tiefe ___ mm; Eckradius ___ mm; Flansch ___ mm
Bevorzugte Struktur: PET/CPP / PP/CPP / PET/PE (oder „bitte empfehlen“)
Blechdicke: ___ mm; Breite/Außendurchmesser/Kern: ___ / ___ / ___
Barriere-Zielwert: OTR ___; WVTR ___; Testbedingung: ___; Basis: Flachblech / Formteil
Anforderung an die Dichtheit: keine Kanalleckagen; Dichtheitsprüfungsmethode (falls erforderlich): ___
Dichtungsausrüstung: ___; Temperaturbereich: ___°C; Druck: ___; Verweilzeit: ___ s
Leichtes Abziehen (falls erforderlich): ja/nein; Abziehmodus: sauber / kein Fadenziehen / keine Rückstände; Ziel-Abziehkraft: ___
Antibeschlag: ja/nein; Kühltheke: ___ Tage
Druck/Aussehen: keiner / Markenaufdruck / Sushi-Aufdruck / Goldoptik
Konformität: Anforderungen an den Lebensmittelkontakt + Markt: ___
Jahresvolumen: ___; Zielhafen: ___


Häufig gestellte Fragen

Frage 1: Benötigen MAP-Schalen immer eine „hohe Barriere“?
Nicht immer. Gehen Sie von der Haltbarkeit und den tatsächlichen Vertriebsbedingungen aus und wählen Sie dann eine Barriereebene. Eine zu hohe Spezifikation treibt die Kosten in die Höhe, ohne Mikroleckagen zu beheben.

Frage 2: Warum sinkt die Haltbarkeit von MAP trotz guter OTR/WVTR-Werte?
Weil die Dichtheit von entscheidender Bedeutung ist. Schon ein Mikroleck kann die Gasumgebung schnell außer Kraft setzen.

Frage 3: Sollten wir die Barriere auf flachen Platten oder auf geformten Trays testen?
Bei tiefen Wannen sollte die Validierung an vorgeformten Wannen erfolgen – die Ecken sind oft die schwächste Stelle.

Frage 4: Kann eine einzige Struktur Barriere + Antibeschlag + Easy-Peel + Bedruckung gleichzeitig bewältigen?
Ja – genau hier kommen laminierte Strukturen (PET/CPP, PP/CPP, PET/PE) zum Einsatz, die als Verpackungssystem die Leistungsfähigkeit optimieren.


Benötigen Sie Hilfe bei der Auswahl eines passenden MAP-Trays?
Senden Sie uns bitte die Angebotsanfrage-Vorlage, die Zeichnung der Schale und Ihre Versiegelungsanlage. Wir empfehlen Ihnen eine laminierte Struktur (PET/CPP, PP/CPP, PET/PE), stellen Ihnen Testrollen/-platten zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Validierung der Formgebung und Versiegelung.

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